Monthly archives:Dezember 2015

Namibia. Travelbook
  • Namibia. Travelbook

  • Immer wieder bin ich auf unsere Afrikareise in den Herbstferien angesprochen worden und so nehme ich Euch heute mit auf meine Reise von Windhoek über Swakopmund bis in die Etoscha-Pfanne. Sehr beeindruckende Tage haben wir vor der Regenzeit in Namibia verbracht. Für uns, kommend aus einem regenreichen Land, ist es faszinierend zu beobachten, wie wichtig Regenwasser für Mensch und Natur sein kann. Das Land zeigte sich uns während unseres Aufenthaltes von seiner trockensten und auch heißesten Seite. Gewappnet mit einer großen Kühlbox und viel Trinkwasser machten wir uns auf den Weg von Windhoek nach Swakopmund. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich realisiert habe, wie groß, wie vielfältig und facettenreich das Land ist. Mit immer wechselnden Gesichtern zeigte sich Namibia, das weite Land…

     

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    Swakopmund ist bekannt als die südlichste, deutsche Stadt in Namibia. Und tatsächlich, wären da nicht die Palmen, die Wüste, die Dünen und die Architektur, die daran erinnern in Afrika zu sein, hätte man neben der kleinen, deutschen Bücherei von nebenan, den süßen Souvenirläden sowie den typischen Cafés und Kneipen ein heimatliches Gefühl. Auch in dem Hotel Eberwein, ein kleines, liebevolles und familiengeführtes Hotel im viktorianischen Stil, fühlten wir uns gleich sehr wohl. Wir wurden während unserer Zeit in Swakopmund rundum verwöhnt. Der perfekte Service des Hotels, das uns auch mit vielen wertvollen Tipps versorgt hat, führte dazu, dass wir nur schweren Herzens Abschied nehmen wollten.

     

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    Solltet ihr einmal in Swakopmund sein, müsst ihr unbedingt das von außen eher unscheinbare Village Café aufsuchen. Wenn man hier die Türe öffnet, wird man von so viel Herzlichkeit, guter Laune und leckerstem Kuchenduft überrascht. Die süße Quinny wird Euch jeden Wunsch von den Augen ablesen. Völlig hin und weg waren wir von dieser Gastfreundschaft, aber auch von dem wirklich weltbesten Käsekuchen!

     

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    Ein weiteres Highlight war die Quad Bike Tour durch die Sanddünen. Die atemberaubende Landschaft, aber auch die Sonnenuntergänge in den Dünen haben einen tiefen Eindruck bei meiner Familie und mir hinterlassen…

     

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    An unserem letzten Tag in Swakobmund haben wir eine Katamaran Tour entlang der Austernfarmen und Sandbänke unternommen. Es begrüßten uns Flamingos, Pelikane, Robben bis hin zu Delphinen und kleineren Walen. Die Tierwelt in Namibia ist einfach außergewöhnlich großartig.


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    Die Tage in Swakopmund verflogen viel zu schnell und so fuhren wir auf der Salzstraße entlang der Küste durch den Darob-Nationalpark bis zum Skeleton Coast Park. Verschluckt im Niemandsland. Unglaublich, aber wahr. Auf den knapp 400 Kilometern kamen uns nur seltenst ein Auto entgegen und die unendliche, einsame Weite des Landes gehörte in diesen Momenten größtenteils nur uns…


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    Der nächste Stop war die Palmwag Lodge im Damaraland. Eingebettet in einer kleinen, idyllischen Oase erholten wir uns von der langen Autofahrt. Noch immer waren wir so geflasht von dem Farbenspiel der Natur. Nie habe ich größere Kontraste der Natur, wie die weiße und rote Erde, erlebt. Nie habe ich einen blaueren Himmel wahrgenommen und nie habe ich ein so großes Gefühl der Freiheit verspürt. Die Abendsafari rundete unseren aufregenden und erlebnisreichen Tag ab. Das Empfangskomitee des Damaralandes, bestehend aus unendlich vielen Antilopen, Elefanten, Giraffen, Zebras und Löwen hießen uns willkommen…

     

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    Der nächste Halt führte uns nach Kamanjab. Dem regen Treiben auf dem Marktplatz sowie im Discounter hätte ich stundenlang zusehen können. Selbst der normale Einkauf wurde zu einem ganz besonderen Erlebnis. Doch noch mehr ins Herz traf mich der Besuch des nahegelegenen Himba-Dorfes. Die Himbas sind neben den Inuit und den Aborigines eines der drei ältesten Völkergruppen unserer Erde. Es bewirkte nicht nur die stetige aufsteigende Dankbarkeit, sondern vielmehr die Hochachtung von den Menschen, die weit außerhalb um Existenzielles kämpfen müssen. Es war für mich wohl das intensivste Gefühl, das ich aus Afrika mit nach Hause genommen habe…

     

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    Oft wurde ich einfach von meinen Gefühlen übermannt. Und so groß und unfassbar die Unterschiede in unseren Kulturen auch sein mögen, doch eines haben wir auf der Welt gemeinsam: Mutterliebe. Sie ist in allen Schichten und Facetten einfach großartig und umwerfend.

     

    Direkt neben dem Himba-Dorf findet man das Filmhaus ‚Onjowewe House in the Rocks‘, das für den französischen Film ‚The Trail / La Piste‘ gebaut wurde und ist in jedem Fall eine Besichtigung wert.

     

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    Ein Besuch des Etosha National Parks durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Artenvielfalt der Tiere im Park ist einfach unübertrefflich. Mit tollen Bildern im Kopf und schönen Erinnerungen im Herzen sind wir reich belohnt worden…

     

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    Einen kleinen Tipp möchte ich Euch nicht vorenthalten. Das Dolomite Camp an der westlichen Grenze der Etoscha Salzpfanne erhebt sich über den Nationalpark und bietet eine großartige Aussicht. Mit viel Liebe zum Detail fehlt es einem im Dolomite-Camp an rein gar nichts. Bei einem kühlen Sundowner Drink genießt man am Abend die letzten Sonnenstrahlen…

     

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    Afrika erdet. Soviel steht fest. Dankbar für all‘ die Eindrücke, die wir während unseres Aufenthaltes sammeln durften, die entgegengebrachte Wärme und Gastfreundschaft, das geschärfte Bewusstsein, wie glücklich und zufrieden man sein sollte, sind nur einige wenige Ansätze, die wir aus dem tief beeindruckenden Urlaub mitnehmen.


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    Unsere Route durch Namibia beschenkte uns in vielerlei Hinsicht. Die immer wiederkehrende Demut stößt noch heute meine Gedanken an. Auf der einen Seite die vorherrschenden Ungerechtigkeiten und auf der anderen Seite dieses Warmherzige für- und miteinander, ganz entgegen der Zeit. Dieses Bewusstsein, den Menschen sowie dem Land Respekt und Tolleranz zu zollen, ist ein kleiner Schritt.